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Home » Inspektionen » Transporte » Gespräch mit Transportunternhemen Pimk – Mißstände bei Türkeiexporten

Gespräch mit Transportunternhemen Pimk – Mißstände bei Türkeiexporten

24. August 2016

Das Transportunternehmen Pimk fällt bei Exporten von EU-Tieren in die Türkei immer wieder negativ auf. Die meisten Fahrer des Unternehmens sind ungeschult und haben leider keinerlei Erfahrung im Umgang mit Tieren noch das Wissen wie die Transporteinrichtungen funktionieren. Das führt leider sehr oft dazu, dass die Tiere auf den Pimk-Transporten extrem leiden – die Tiere sind dehydriert, die Transporter völlig überladen und verdreckt und es sind immer wieder tote Tiere auf den Transportern.

Pimk ist das größte Speditionsunternehmen in Bulgarien, es transportiert aber erst seit 2015 lebende Tiere. Immer wieder haben wir mit ihnen Kontakt aufgenommen, um sie über die gravierenden Mißstände auf ihren Transportern zu informieren. Zum Beispiel wenn Türen zur Versorgung der Tiere fehlen, die Transporter überfüllt sind, es zu wenig Einstreu für die gesamte Fahrzeit gibt, Wassertränken oder Ventilatoren nicht funktionieren usw… denn die zuständigen Behörden arbeiten auf diesen Exportrouten viel zu inkompetent und es gibt keinerlei Konsequenzen für das Transportunternehmen. Einen Tierschutz-Workshop durch EonA hat das Unternehmen bisher leider abgelehnt. Deshalb haben wir heute beschlossen, das Hauptbüro des Unternehmens in Bulgarien zu besuchen um über Lösungen dieser Probleme zu sprechen.

 

 

 

Wir bekommen gesagt, dass ihnen die Qualifikation der Fahrer auch sehr wichtig ist und deshalb einige Fahrer mangels Qualifikation entlassen wurden. Jetzt hat das Unternehmen 50 Tier-Transportfahrer, von denen die meisten neu eingestellt wurden und ein Teil von Pezzaioli kommt. Alle Fahrer müssen jetzt in regelmäßigen Abständen Fotos vom Zustand der Tiere und den Transportbedingungen an das Hauptbüro schicken. Es ist auch für Pimk frustrierend, dass sie von den Importeuren und Exporteuren oft derart unter Druck gesetzt werden, dass sie die Transporter überladen müssen und es von Seiten der Behörden keinerlei Gegenmaßnahmen gibt. Würde Pimk den Transport ohne amtstierärztliche Unterstützung ablehnen, würden die Händler sofort andere Transportunternehmen damit beauftragen.

Wir haben vereinbart, dass wir ihnen weiterhin unsere Einsatzberichte zuschicken werden und ihnen Rückmeldung über die Zustände der Transporter am türkischen Grenzübergang und das Verhalten ihrer Fahrer geben. Die Durchführung einer Tierschutz-Schulung für ihre LKW-Fahrer durch einen Experten von EonA haben wir ihnen empfohlen. Aber im Moment möchten das Unternehmen lieber interne Schulungen durchführen.

Wir werden weiterhin die Zustände der Pimk-Transporter filmen und dokumentieren und an diesem Problem dran bleiben. Zudem werden wir die europäische Kommission über die Inkompetenz vieler Amtstierärzte informieren, die die Ausfuhr lebender Tiere in die Türkei überwachen.

Sehen Sie HIER eine kurze Zusammenfassung der kontrollierten Pimk Transporte im Sommer 2016.
Und HIER eine kurze Zusammenfassung der kontrollierten Pimk Transporte im Sommer 2015

 

Filed Under: Inspektionen, Transporte Tagged With: animal welfare improvements, live animal transports

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