Eyes on Animals hielt einen Vortrag auf einem Seminar der World’s Poultry Science Association (WPSA) in Wageningen und berichtete dabei über Beobachtungen und Erfahrungen aus der Praxis beim Einfangen und Verladen von Geflügel.
In der Praxis werden die meisten Vögel nach wie vor an einem Bein gepackt, vom Boden oder aus dem Haltungssystem gezogen und kopfüber hängend in Transportbehälter oder Kisten geschoben oder geworfen. Dies geschieht oft in hohem Tempo, wobei die Vögel in Panik geraten und dabei gegen die Ausrüstung stoßen – was zu erheblichem Stress und Verletzungen führt.
Die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf die Tiere. Die Fänger arbeiten unter anstrengendenBedingungen, oft nachts, in dunklen und staubigen Ställen, wo Geschwindigkeit häufig Vorrang vor sorgfältigem Umgang hat – was zu Ermüdung und Frustration führt.
Aber es kann auch anders gehen. In mehreren Ländern hat Eyes on Animals geholfen, das Fangen in aufrechter Haltung einzuführen – eine ruhigere und kontrolliertere Methode, die Stress und Verletzungen reduziert. In Brasilien und Thailand ist diese Methode bereits gängige Praxis.
Auch wenn noch ein langer Weg beschritten werden muss, haben die Diskussionen deutlich gemacht, dass eine Verbesserung der Fangpraktiken notwendig und auch machbar ist.




