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Home » Inspektionen » Schlachthäuser » Besuch des Geflügelschlachthauses Remkes in Espe (NL)

Besuch des Geflügelschlachthauses Remkes in Espe (NL)

31. Oktober 2017

Heute Morgen besuchte ein Team von Eyes on Animals das Geflügel-Schlachthaus Remkes in Espe (Niederlande). Remkes schlachtet hauptsächlich Masthähnchen. Die Vögel werden mit dem Anglia Autoflow CO2 Gasbetäubungssystem bewusstlos gemacht. Bei diesem System wird das Geflügel betäubt, während es sich noch in seinen Transportkisten befindet. Damit werden viele stressige Prozeduren verhindert, sowohl das manuelle oder automatische Entladen der Vögel von ihren Transportmodulen als auch das Aufhängen bei lebendigem Leib.

Trotzdem beeinträchtigt die CO2-Betäubung das Wohlergehen der Vögel. Obwohl das Gas vorgewärmt wurde, um die Beschwerden zu verringern, haben wir Kopfschütteln, Atemnot und manchmal das Flattern der Flügel beobachtet, während die Tiere immer noch bei Bewusstsein waren. Das Anglia Autoflow Gasbetäubungssystem startet mit einer höheren Konzentration von CO2 als Systeme von Meyn oder Stork. Wir teilten unsere Bedenken den Managern von Remkes mit; ebenso solche über das Förderband, das die mit den lebenden Vögeln beladenen Kisten in das Betäubungssystem bringt. Dieser Vorgang verlief nicht sehr reibungslos. Das Förderband stoppte oft und ließ Kisten aufeinander schlagen, was die Vögel in den Kisten in Panik versetzte. Außerdem verursachte es sehr viel Lärm. Der starke Lärm und die ruckartige Bewegung des Förderbands führten dazu, dass die Vögel aufgeschreckt und nervös waren.

Die gute Nachricht ist, dass die Manager von Remkes unmittelbar nach unserem Besuch den technischen Service ihrer Firma kontaktierten. Man reduzierte einige der Probleme durch die Nachjustierung des Förderbandes und besseren Einstellung der Maschine, die die Transportkisten entstapelt. Auch einige Sensoren wurden geändert.

Remkes hat ein Tierschutz- und Umweltlabel namens „NoviPlus“ entwickelt. Dieses Label gilt für die gesamte Kette, einschließlich der Geflügel-Greifer, Transporter und Schlachthöfe. Ein Kriterium unter diesem Label ist die maximale Dauer von sieben Stunden, in der die Vögel in den Kisten sein dürfen.

Remkes wendet auch ein Belohnungssystem für Geflügelzüchter an, bei dem 5 Kategorien bewertet werden: Brustblasen, Fußballenveränderungen, Beininfektionen, Kropf (Zeitpunkt letzter Futtergabe) und Verletzungen, die durch das Fangen und Verladen entstanden sind. Wenn die Bewertung gut oder sehr gut ist, wird der Bauer mit einem oder zwei Cent extra pro Huhn belohnt. Wir finden es sehr positiv, dass Remkes umgehend nach unserem Besuch an mehreren Tierschutzverbesserungen gearbeitet hat. Wir möchten ihnen für ihre aktive und transparente Einstellung danken und werden mit ihnen an weiteren Verbesserungen arbeiten.

 

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Filed Under: Inspektionen, Schlachthäuser Tagged With: animal welfare improvements, slaughterhouse design, slaughterhouses

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