In diesem Sommer dokumentierte Eyes on Animals zwei Langstreckentransporte niederländischer Ferkel zu Schlachthöfen in Kroatien. Unsere Erkenntnisse zeigen, dass die Exportkontrollen an niederländischen Sammelstellen viel zu oberflächlich sind. Bei der Ankunft beobachteten wir tote Ferkel, überfüllte Transportbedingungen, eine ungleichmäßige Beladung der einzelnen Abteile, Ferkel in schlechtem körperlichen Zustand sowie nicht funktionierende Tränkesysteme.


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Eyes on Animals hat die niederländischen Behörden (NVWA) aufgefordert, Durchsetzungsmaßnahmen gegen einen der Transporte zu ergreifen – konkret gegen den Transport vom Sammelzentrum in Lunteren, bei dem mindestens fünf Ferkel tot ankamen. Zudem haben wir einen formellen Antrag auf Verschärfung der Exportkontrollen gestellt, mit folgenden Forderungen:
- Festlegung klarer maximaler Besatzdichten für Schlachtferkel, sodass alle Tiere gleichzeitig liegen können, ohne aufeinander zu liegen, und alle Ferkel Zugang zu den Tränkenippeln haben – im Einklang mit der EU-Verordnung 1/2005;
- Physische Kontrolle der Besatzdichte in jedem einzelnen Abteil des LKWs, um sicherzustellen, dass die Ferkel gleichmäßig verteilt sind und ausreichend Platz haben;
- Sorgfältigere Überprüfung, dass die Tränkesysteme funktionsfähig und eingeschaltet sind; und
- Anwendung strengerer Kriterien hinsichtlich des Gesundheitszustands der Ferkel, bevor sie für derart lange Exporttransporte genehmigt werden.
Es ist inakzeptabel, dass Ferkel mit großen Nabelbrüchen – teils mit offenen Wunden – für den Transport zugelassen werden. Diese Tiere sind viel zu verletzlich: Die hervortretenden Brüche können leicht von anderen Tieren getreten werden und aufreißen, insbesondere unter den derzeit tolerierten extrem hohen Besatzdichten.


