Am 9. April 2026 kippte ein niederländischer LKW mit 306 irischen Kälbern an Bord auf der A29 bei Framerville-Rainecourt im Department Somme in Nordfrankreich um. Dabei kamen 105 Kälber ums Leben. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Die Kälber waren nur einige Wochen alt und befanden sich auf dem Transport in die Niederlande. Das Fahrzeug war ein geschlossener LKW, in dem Tiere ganz auf mechanische Belüftung angewiesen und nur schwer zugänglich sind. Die Unfallrettung musste das Fahrzeug aufschneiden, um die Kälber, die überlebt haben, zu retten. Der Unfall macht einmal mehr deutlich, welche ernsthaften Risiken mit dem Import von noch nicht entwöhnten Kälbern verbunden sind.
Frühere Recherchen von Eyes on Animals in Zusammenarbeit mit EFI und L214 haben gezeigt, dass irische Kälber, die unter anderem in die Niederlande transportiert werden, mehr als 30 Stunden lang ohne Milch auskommen müssen. Außerdem werden sie in den Sammelstellen getreten und geschlagen.
Eyes on Animals wird weiter recherchieren, was genau bei diesem Transport falsch gelaufen ist.
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