Heute haben wir den ersten Jan-Voordouw-Preis für humanen Fortschritt verliehen. Er ging an einen Schlachter in der Türkei, der als einer der ersten im Land bereit war, von uns zu lernen, wie man Rinder mit einem Bolzenschussgerät betäubt.
Dieser Moment ist jetzt besonders bedeutsam, da Jan Voordouw letztes Jahr leider an Krebs verstorben ist. Jan war ein humaner Metzger aus den Niederlanden, der sich regelmäßig ehrenamtlich für unsere Tierschutzorganisation einsetzte. Sein Mitgefühl, seine Fähigkeiten und sein Engagement halfen uns dabei, humanere Praktiken dort einzuführen, wo sie dringend benötigt wurden.
Heute haben wir erneut erfahren, warum seine freiwillige Hilfe damals so nützlich war. Eine liegende Kuh kam mit starken Schmerzen im Schlachthaus an. Normalerweise werden verletzte Tiere wie dieses in türkischen Schlachthöfen bei vollem Bewusstsein mit Ketten herausgezogen, ohne Rücksicht darauf, ob sie gebrochene Beine, Hüften, Becken, Rücken haben … Ohne Betäubungsgerät kann man Tiere wie dieses nicht schnell und human von ihrem Leiden erlösen. Da dieser Schlachthof mit einem Bolzenschussgerät ausgestattet ist und über einen geschulten Schlachter verfügt, der das Gerät benutzt, konnte das Leiden dieser Kuh zumindest schnell und human beendet werden, bevor sie abgeladen wurde.
Das gleiche galt für die mobilen Rinder, die in diesem Betrieb ankamen. Anstatt in eine Fallbox getrieben und mit einer Kette um ihr Bein an die Decke hochgezogen zu werden, um ihnen dann die Kehle zu durchtrennen, wurden sie zunächst betäubt.
Jans Vermächtnis lebt weiter – nicht nur durch die Geräte, die er mit eingeführt hat, sondern auch durch die Menschen, die er hier in der Türkei ausgebildet hat. Wir sind ihm dankbar, aber auch den Mitarbeitern dieses Betriebs und dem Hauptschlachter. Sie setzen Tierschutz in die Praxis um. Der Vater des Hauptschlachters ist ein lokaler Imam der Region, der ebenfalls die Entscheidung seines Sohnes unterstützt, ein Bolzenschussgerät zu verwenden. Er sagt, wenn das Bolzenschussgerät die Schlachtung für die Tiere weniger schmerzhaft und für die Mitarbeiter sicherer macht, dann ist es richtig, es zu verwenden.







