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Home » Inspektionen » Transporte » Begleitfahrt eines Van Hunnik Geflügeltransporters von Holland nach Polen

Begleitfahrt eines Van Hunnik Geflügeltransporters von Holland nach Polen

28. August 2013

28-29.08.2013_NL_to_PL_spent_breeding_birds__3 Heute Nacht hat ein Team von Eyes on Animals und der Animal Welfare Foundation Tiertransportkontrollen durchgeführt. Wir entdeckten 3 Geflügeltransporter die auf einer Farm in Gelderland beladen wurden. Das Transportunternehmen kennen wir. Es transportiert regelmäßig ausgediente Hühner zur Schlachtung nach Polen. „Ausgedient“ bedeutet, dass die Hühner meist schon ausgemergelt und geschwächt sind. Der Beladevorgang und der Langstreckentransport sind daher problematisch. Wir haben entschieden, dem zweiten Transporter zu folgen. Die Beladung der ersten beiden Transporter dauerte 5 Stunden. “Der Fangtrupp war unmotiviert und faul. Die Fänger nahmen die Arbeit nicht ernst”.

Dadurch verzögerte sich die Abfahrt und der Fahrer würde es nicht schaffen, rechtzeitig im Schlachthaus in Polen zu sein. Die Fahrt in das Schlachthaus nach West-Polen dauerte 12 Stunden und 20 Minuten. Der Transporter hatte eine wasserfeste atmungsaktive Plane, die die Hühner vor dem Fahrtwind schützt. Wir konnten nur die hinten geladenen Tiere kontrollieren, da dort die Plane lose war. Die wenigen Hühner die wir sehen konnten, waren in einem sehr schlechten Zustand und einige bluteten stark. Die Verletzungen waren frisch und das ist ein Zeichen dafür, dass die Tiere brutal beladen wurden. Laut Gesetzt müssten diese Tiere erst notversorgt werden, aber das ist nicht praktizierbar – es gibt keine Zugangsmöglichkeiten auf dem Fahrzeug. Sie müssen leiden.
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In jeder Transportkiste waren 9 Hennen – das entspricht zwar der vorgeschriebenen EU-Ladedichte, dennoch waren die Kisten sehr voll und die Hennen hatten keine Kopffreiheit. Am nächsten Morgen waren es 28 Grad. Durch die Enge in den Transportkisten ist die Temperatur noch unerträglicher. Da der Transporter den Betrieb spät verlassen hat, kamen die Tiere bei der größten Mittagshitze im polnischen Schlachthof an. Der Transporter, den wir begleitet hatten, durfte sofort einfahren. Aber zwei weitere Geflügeltransporter, einer auch aus Holland, mussten in der prallen Sonne parken und auf ihre Abfertigung warten.
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Die maximal erlaubte Transportdauer für Geflügel ohne Wasserversorgung beträgt, inklusive der Wartezeit im Schlachthof, 12 Stunden. Dieser Transport verstößt schon jetzt eindeutig gegen diese Vorschrift. Aber es wird noch schlimmer – in diesem Schlachthaus werden pro Stunde 3000 Hühner geschlachtet. Ein Transporter hat zirka 5000 Hennen geladen, das bedeutet, dass viele Hennen noch weitere 1,5 Stunden im Schlachthof warten müssen. Dazu kommen noch die 5 Stunden Wartezeit beim Beladeprozess. Das bedeutet, dass die Tiere tatsächlich 18-19 Stunden ohne Wasser und Nahrung unterwegs waren.

EonA/AWF wird einen Beschwerdebrief und einen ausführlichen Bericht über diesen Transport, an die EU-Kommission, die niederländischen sowie polnischen Behörden und an Vertreter der holländischen Geflügelindustrie senden. Wir werden darauf bestehen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen 12 Stunden angemessen durchgesetzt werden und Verstöße gegen diese Vorschrift bestraft werden. Wir werden auch der EFSA, dem Beratungskomitee der Kommission in Wirtschaftsfragen raten, die empfohlene Ladedichte bei Geflügeltransporten zu senken.

Wir möchten uns beim Fahrer dafür bedanken, dass wir seinen Transporter kontrollieren durften. Klar ist aber, dass der Fang- und Beladevorgang verbessert werden muss, da der Fahrer später nur begrenzt Einfluss auf die Tiere hat.

Wir können nur hoffen, dass dieses Transportunternehmen zukünftig freiwillig weniger Hühner pro Transportkiste lädt, als gesetzlich vorgeschrieben. Vor allem an so heißen Tagen. Und hoffentlich ist dieses Transportunternehmen auch an unserem Projekt interessiert, Transportkisten so umzugestalten, dass der Zugang zu den Tieren jederzeit gewährleistet ist. Somit könnten verletzte Tiere auch während des Transportes jederzeit behandelt werden.

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