Gestern waren wir unterwegs, um festzustellen, wie Schweine mit der extremen Hitze während des Transports zurechtkommen.
An einem großen niederländischen Schlachthof beobachteten wir vier Transporter mit Schweinen, die auf die Entladung warteten. Einer der LKW stand in der prallen Sonne. Als unser Team ankam, verließ der Fahrer die Parkfläche und begann umherzufahren, damit die Schweine einen Luftzug bekamen. Ein weiterer Fahrer mit dem wir sprachen, erklärte sich ebenfalls bereit, nicht in der Sonne zu parken und fuhr ungefähr 20 Minuten umher bevor er zum Entladen gerufen wurde.
Während die Temperatur im Außenbereich 34°C betrug, wurden Temperaturen von 39°C in einem der Schweinetransporter gemessen.
Bei kleineren Schlachthöfen sind Wartezeiten in der Regel kein Problem. In größeren Betrieben, die mit einer hohen Zahl an Tieren zu tun haben, können jedoch logistische Herausforderungen aufkommen, wenn Ankunft- und Entladezeiten nicht exakt wie geplant erfolgen. Nach mehr als 15 Jahren der Überwachung von Tiertransporten und Schlachtungen stoßen wir in Hitzeperioden immer wieder auf dieselben Probleme. Dies ist ein anhaltendes Tierschutzproblem, mit dem sich die Branche endlich auseinandersetzen muss.
Während heißem Wetter empfehlen wir den Fahrern immer in Bewegung zu bleiben bis sie zum Entladen gerufen werden, weil der Luftzug dabei hilft, die Tiere abzukühlen. Wir lehnen auch weiterhin den Einsatz geschlossener, mechanisch belüfteter Anhänger für den Schweinetransport ab. Einer der beobachteten Lkw war ein solches Fahrzeug. In diesen Transportern kann die Luftfeuchtigkeit ansteigen, weil es keinen natürlichen Luftzug im Fahrzeug gibt. Dies macht es Schweinen schwerer, mit der Hitze zurechtzukommen.
Außerdem reichen die mechanischen Belüftungssysteme für die hohen Besatzdichten, die beim Transport üblich sind, nicht immer aus.
Wir machen die Behörden und die Industrie weiterhin auf diese Probleme aufmerksam.


