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Home » Neuigkeiten » Schlechte Nachrichten » Europa will mehr als 5000 Rinder trotz extremer Hitze in die Türkei exportieren

Europa will mehr als 5000 Rinder trotz extremer Hitze in die Türkei exportieren

1. Juni 2016

 

Seit 2001 dokumentieren wir das unglaubliche Leiden und Sterben der Tiere, die von ganz Europa aus per LKW in die Türkei exportiert werden. Diese Transportroute ist besonders lang und kompliziert – unabhängig davon zu welcher Jahreszeit. Im Sommer jedoch ist sie ganz besonders schlimm, da die Temperaturen an der Grenze zur Türkei bis zu 40 Grad und mehr erreichen. Es gibt so gut wie keine Infrastruktur für die Tiere, die eingepfercht auf den Transportern mitunter Stunden, Tage oder sogar Wochen an der Grenze warten müssen. Plätze um die Transporter im Schatten zu parken sowie Ställe zum Entladen der Tiere sind nicht vorhanden. Zur Versorgung der manchmal 20 bis 30 Tiertransporter ist lediglich ein Wasserhydrant mit geringem Wasserdruck existent, um die Tiere mit Wasser zu versorgen.
Obwohl das Filmmaterial von Eyes on Animals und TSB/AWF jedes Jahr in den europäischen Medien erscheint und trotz der wiederholten Treffen mit der EU- Kommission und den Behörden der Ausfuhrstaaten wird der Handel auf erschreckender Weise weitergeführt. Eine besonders schlechte Nachricht ist, dass nicht nur der Handel unter diesen elenden Bedingungen ununterbrochen fortgesetzt wird sondern dass auch die Anzahl der im Hochsommer exportierten Tiere ansteigt.

 

 

Dead cow
Juli 2015 Transporter müssen meistens lange an der EU Außengrenze zur Türkei warten: Eine schwangere deutsche Färse, hat die Hitze und den Wassermangel auf dem Transporter nicht überlebt

Im Moment warten ca. 5000 Rinder in den Quarantänestationen der verschiedenen Mitgliedstaaten, insbesondere in Deutschland, um Ende Juni in die Türkei transportiert zum werden. Die importierenden und exportierenden Viehhändler sind in diesem Geschäft die Verantwortlichen und Schuldigen, aber auch die Transportunternehmen tragen Verantwortung wenn sie im Hochsommer derartige Transporte annehmen und durchführen. Die EU und die Behörden der Mitgliedstaaten lässt dies Jahr für Jahr geschehen. Sie verschließen die Augen, ignorieren die eigenen Gesetze und entmachten sich selbst. Das Geschäft mit den Rindern ist offensichtlich von großer ökonomischer Bedeutung für Europa.

Bitte helfen Sie uns, zumindest die anstehenden Exporte von Tausenden von Rindern Ende Juni zu stoppen! Bitte schreiben Sie schnellst möglichst und höflich, aber mit fester Intention eine E-Mail an Kommissar Andriukaitis (zuständig für Tierschutz) bei cab-andriukaitis-webpage@ec.europa.eu

 

Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgenden Film von EoA/TSB/AWF HIER.

 

Dear Commissioner Andriukaitis,

The suffering of farm animals trucked along the route from Europe to Turkey is well known. Your authorities at the EU Commission and all exporting Member States have received photos, video footage and detailed reports about the reality on the ground there since 2010. These problems are not incidences, but routine violations of the EU animal-transport legislation and to the dignity of sentient beings. Society has evolved, and transporting live animals in ways that are known to cause, or seriously risk causing suffering and pain, is no longer acceptable. I am a resident of Europe and I would like to kindly insist that the European Commission puts its foot down on this trade route and finally puts an end to the misery. I am particularly appalled at the fact that Europe is planning on exporting over 5000 cattle this month to Turkey, right when the summer heat peaks and suffering is known to be the most unbearable.

With best regards, xxxx

 

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“There is no fundamental difference between man and animals in their ability to feel pleasure and pain, happiness, and misery”
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