Heute haben wir auf einem Schweinebetrieb in Nordbrabant einen spanischen Tiertransport beobachtet, bei dem junge Ferkel verladen wurden. Wir entschieden uns, einen Blick darauf zu werfen und stellten uns einem der Mitarbeiter vor. Er erklärte sich damit einverstanden, dass wir schauen, unter der Bedingung, nicht zu filmen – was wir selbstverständlich respektierten. Nur wenige Minuten später erschien jedoch der Betriebsleiter und forderte uns umgehend auf, das Gelände zu verlassen.
In der kurzen Zeit, in der wir anwesend waren, konnten wir dennoch einige besorgniserregende Punkte feststellen:
- Beim Treiben der Ferkel herrschte sehr viel Lärm, unter anderem durch den intensiven Einsatz von Klapperpaddeln.
- Die Verladeeinrichtungen waren teilweise unordentlich; offene und niedrige Absperrungen sorgten für viele Ablenkungen für die Tiere.
- Die Tiere wurden grob behandelt: Sie wurden mit Klapperpaddeln geschlagen, und ein Ferkel wurde sogar an den Ohren gezogen.
Eine solche Behandlung ist aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht nur inakzeptabel, sondern auch völlig unnötig. Mit besserer Vorbereitung, weniger Lärm und weniger Ablenkungen lässt sich ein Großteil des Stresses vermeiden. Und der Bedarf an direktem Kontakt mit den Tieren kann nahezu vollständig entfallen.
Unserer Ansicht nach war ein Abteil eindeutig überladen. Die Beladung in den anderen Abteilen (wir konnten lediglich das erste Deck beobachten) schien akzeptabel zu sein.
Die Ferkel wiesen auffallend viele kampfbedingte Kratzspuren auf. Ihr Ziel war ein Mastbetrieb in Bilbao, Spanien.
Wir beschlossen, dem Lkw bis zu seinem ersten Halt kurz hinter der Grenze in Frankreich zu folgen. Bei einer Kontrolle kam aus den Tränkenippeln kein Wasser. Der Fahrer zeigte uns später Nippel auf der anderen Seite, aus denen tatsächlich Wasser floss. Ob das System gerade erst aktiviert worden war oder ob einige Nippel defekt waren, blieb unklar. Für eine gründliche Überprüfung blieb nicht genügend Zeit. Die Fahrer waren ansonsten freundlich und bestätigten, dass sie nach Bilbao unterwegs seien.
Es ist enttäuschend, dass das Verladen von Schweinen in den Niederlanden – wie wir es heute erlebt haben – noch immer mit so viel Stress verbunden sein kann. Glücklicherweise stehen wir im Dialog mit verschiedenen fortschrittlichen Unternehmen wie dem Viehhändler Van Rooi und dem Schlachthof Westfort, die für unsere Empfehlungen offen sind.
Wir werden außerdem einen weiteren Versuch unternehmen, den Schweinezüchter zu kontaktieren, in der Hoffnung, dass er für Verbesserungen offen ist. Seine anfänglich ablehnende Reaktion könnte darauf zurückzuführen sein, dass er unsere Organisation noch nicht kannte.
Die untenstehenden Fotos wurden während des ersten Stopps in Frankreich aufgenommen, also nicht während des Verladens.



