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Home » Inspektionen » Landwirtschaftliche Betriebe » Besuch beim Geflügelproduzenten Huna in Biezemortel

Besuch beim Geflügelproduzenten Huna in Biezemortel

29. Juli 2013

foto_Huna1

Heute besuchte Eyes on Animals unangekündigt den Geflügelbetrieb Huna. Informationen über den Betrieb hatten wir. Wir durften uns die Stallungen ansehen. Der Betrieb hält 150.000 Broiler, die alle zur gleichen Zeit geliefert werden. Sie kommen aus einer Brutanlage im holländischen De Peel. Am Tag des Schlüpfens werden sie direkt in den Geflügelbetrieb gebracht. Unser Kontrollbesuch fiel zufällig auf den Tag der Lieferung, daher waren die Küken noch sehr klein. In fünf Wochen, wenn die Hähnchen zirka 1,5 kg wiegen, verlassen die ersten 30% den Betrieb. Sie werden „Brathähnchen am Spieß“. Nachdem die ersten Tiere weg sind haben die restlichen Hähnchen mehr Platz im Stall. Diese werden eine Woche später geschlachtet. Ihr Fleisch wird zu Hähnchenfilets, Hähnchenschlägel usw. verarbeitet. Das Einfangen wird von einem spezialisierten Fangtrupp mit etwa zehn Mitarbeitern durchgeführt. Sie fangen pro Stunde 7000 Hähnchen und stecken sie in die Transportkisten. Die Anzahl der gefangenen Tiere richtet sich nach der Größe der Transportkisten: z.B. wenn 30 Tiere hineinpassen, werden 5 Mal je 6 Tiere gefangen.

foto_Huna2

Die Tiere dieses Betriebes gehen an das Schlachthaus Storteboom in Putten (NL). Das einfangen der Tiere findet vorwiegend nachts statt. Aber bei so einem großen Betrieb wie diesem, wird auch noch in den Morgen hinein gefangen. Das ist ein Nachteil, da die Tiere bei Tageslicht unruhiger sind. Das erschwert das Einfangen der Tiere und verursacht deutlich mehr Verletzungen. Leider gibt es im Moment keine andere Möglichkeit um die maximal erlaubte Wartezeit im Schlachthaus nicht zu überschreiten. Patrick, der Geflügelproduzent, verzichtet auf das Schnabelstutzen. Außerdem werden die Hähne nicht gleich nach dem Schlüpfen getötet. Die Brustblasen-Entzündungen liegen in diesem Betrieb deutlich unter dem niederländischen Durchschnitt. Die Sterberate liegt hier bei 2%. Im Vergleich zu anderen Geflügelbetrieben ist dieser Prozentsatz sehr gering. Die Stalltemperatur wird zentral gesteuert (siehe Foto). Es gibt eine Brandschutz-Überwachung und ein Back-up-System. In 4 Wochen, wenn die Tiere gewachsen sind, wollen wir wiederkommen um ihre Entwicklung zu sehen. Wir danken Patrick und Elvira für ihren freundlichen Empfang.

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