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Home » Inspektionen » Transporte » Tag 3: Tiertransportkontrollen Grenzübergang Kapikule, Türkei

Tag 3: Tiertransportkontrollen Grenzübergang Kapikule, Türkei

25. Juni 2016

Unser Team zählt die Tiertransporter aus Europa, die das Niemandsland verlassen und in die Türkei einreisen. Wir können nicht jeden Transporter kontrollieren, da nicht alle in Kapikule halten, um ihre Zollpapiere zu erledigen, sondern gleich weiterfahren. Sie wollen ihre Zollabgaben im Landesinnern erledigen, bei Zollstationen in Istanbul oder Ankara. Für die Tiere auf den Transportern bedeutet das wieder lange Wartezeiten.

 

 

Am Morgen kontrollieren wir fünf Transporter. Es handelt sich um polnische und bulgarische Transportunternehmen, die tragende Rinder aus Deutschland geladen haben. Es ist extrem heiß und wir bitten die Fahrer ihre Lüftungssysteme einzuschalten, nachdem wir ihnen unsere Messergebnisse aus dem Transportinnern zeigen (34 Grad). Alle Tiere sind extrem durstig und suchen verzweifelt nach Wasser. Manche schaffen es, aus den Eimern zu saufen, die ihnen die Fahrer hinhalten. Andere lecken verzweifelt an den kleinen Tränkenippeln, die eigentlich für Schweine gedacht sind. Die Tiere in den kleinen Außenpferchen stehen in der prallen Sonne und leiden unter Hitzestress. Sie hecheln und haben Speichelfluss.

Gegen 16.00 Uhr halten weitere Tiertransporter in Kapikule. Wir zählen 8 Transporter mit tragenden Färsen und Mastkälbern. Auf einem Transporter eines großen ungarischen Transportunternehmens finden wir ein liegendes Mastkalb, es ist völlig erschöpft und dehydriert. Da wir in unserem Team zwei Tierärzte dabei haben, bieten wir an, dem Tier zu helfen oder einen Tierarzt zu rufen. Die Fahrer lehnen aber jegliche Hilfe ab und wollen die Tiere trotzdem entladen. Bedauerlicherweise ist das Kalb nach dem Entladen tot. Es konnte nicht aufstehen und wurde von den anderen Kälbern überrannt. Ohne rechtzeitige Hilfe hatte es einfach keine Chance.

 

 

Währenddessen kommen immer mehr Transporter an. Einige Tiere können in die Pferche entladen werden. Aber nur maximal drei Transporter auf einmal.

Bevor wir die Petline-Station verlassen, kommen noch zwei Transporter mit Schlachtbullen aus Österreich und Ungarn an. Die Zustände an Bord sind unfassbar schlecht. Es gibt kaum Einstreu. Das bisschen, was noch drinnen ist, ist völlig durchnässt und verschmutz. Die Tiere stehen sozusagen in ihrem eigenen Dreck und sind völlig erschöpft. Vor lauter Verzweiflung fressen einige Tiere bereits die schmutzige Einstreu. Zudem sind die Transporter so überladen, dass die Tiere sich nicht hinlegen können.

 

 

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Filed Under: Inspektionen, Transporte Tagged With: animal transport, Turkey border

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