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Home » Inspektionen » Märkte und Sammelstationen » Unangekündigte Kontrollen von Sammelstationen für Exporttiere in Ungarn

Unangekündigte Kontrollen von Sammelstationen für Exporttiere in Ungarn

20. März 2012

20.03.2012_Apaj_HU_export_station_for_Turkey  (5)

Heute haben sich Teams von Eyes on Animals, der Animal Welfare Foundation (DE) und der Welfare Foundation (HU) zusammengeschlossen und unangekündigte Kontrollen der drei EU-zertifizierten Sammelstationen in Ungarn durchgeführt. Eine Verbesserung die wir erreichen konnten bei unseren Bemühungen das Leiden von ungarischen Tieren auf Langzeit-/Langstreckentransporten in die Türkei zu verringern, ist dass Transporteure Tiere für den Export nur noch an Sammelstationen verladen dürfen, an denen ein Veterinär zugegen ist und die Tiere vorher erst getränkt und gefüttert werden und sich ausruhen. Die erste Station die wir kontrolliert haben war Feteke Sándor um in Bugyi, eine Sammelstation für Rinder und Schafe. Die Anlage war in Ordnung; sie hatte viel Platz, war sauber und hat ein Dach das die Tiere vor Regen und Sonne schützt. Uns wurde berichtet, dass beim Beladen von LKWs mit Tieren für die Türkei jetzt immer ein Veterinär zugegen ist. Die meiste Zeit wird diese Sammelstation vom ungarischen Transportunternehmen „Hunland“ genutzt, sie wird geführt von einem Holländer. Es war schon sehr ungewöhnlich dass die Sammelstation heute völlig leer war.

Die zweite Station die wir besuchten war MAM 3 Ktf in Apaj. Diese Sammelstation wird nur für Schafe und Lämmer genutzt. Auch hier wurden wir sehr höflich behandelt und erhielten eine Führung.  Die Anlage sah sehr gut aus- sie war in einem sauberem Zustand, ordentlich gebaut, mit einem Dach um die Tiere zu schützten und ihnen Schatten zu spenden. Auf dem Grundstück steht noch ein altes Stallgebäude. In ihm waren Lämmer untergebracht die nicht auf einen früheren Transport durften- sie wurden aussortiert, weil sie zu mager waren. Die Lämmer wurden sehr gut versorgt; sie erhielten viel Einstreu, hatten Schatten und frische Luft, Heu und ein spezielles pelletiertes Schaffutter und große Tröge gefüllt mit frischem Wasser. Auch hier wurde uns berichtet, dass beim Beladen von Exporttieren immer ein Veterinär anwesend ist. Die dritte Station die wir kontrollieren wollten hieß Bozsó László in Lajosmizse, eine Sammelstation für Rinder, Schafe und Schweine. Wir durften aber nicht rein. Bei unangekündigten Kontrollen besteht natürlich immer das Risiko keine Besuchserlaubnis zu erhalten. Wir hoffen trotzdem dass wir beim nächsten Mal die Erlaubnis für den Besuch dieser Station erhalten. 

Wir werden einen Bericht über unsere Untersuchungsergebnisse an den Eigentümer der Sammelstation, die EU und an das Landwirtschaftsministerium in Ungarn senden.

Filed Under: Märkte und Sammelstationen

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